
Ihre Möglichkeiten im Gewichtsmanagement
Kennen Sie das? Sie geben sich Mühe, machen Diäten, bewegen sich mehr – und trotzdem klappt das Abnehmen nicht langfristig. Fachleute sprechen in solchen Fällen von biologischer Resistenz gegen Gewichtsverlust. Das bedeutet, dass Ihr Körper aktiv dagegen arbeitet, wenn Sie versuchen abzunehmen.
Es gibt Möglichkeiten des Gewichtsmanagements, die für Menschen mit Adipositas infrage kommen. Dazu gehört immer eine Lebensstiländerungen, namentlich eine Änderung der Gewohnheiten zu Ernährung und Bewegung. Zusätzlich können auch Medikamente oder chirurgische Eingriffe hilfreich sein, sofern deren Anwendung medizinisch sinnvoll ist.

Gesunder Lebensstil: Was Sie im Alltag verändern können
Ein gesunder Lebensstil ist die Grundlage jeder Adipositas-Therapie.
Eine ausgewogene Ernährung versorgt Ihren Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und hilft, die passende Kalorienmenge einzuhalten. Dabei gibt es keine Lösung, die für alle gleich gut funktioniert – Ihre Ernährung sollte zu Ihrem Alltag, Ihrer Gesundheit und Ihren individuellen Bedürfnissen passen. Besonders strenge Diäten können sehr belastend sein, daher lohnt es sich, Unterstützung von Ernährungsberater:innen in Anspruch zu nehmen.
Ebenso wichtig ist regelmässige Bewegung: Sie verbrennt Kalorien, kurbelt den Stoffwechsel an und unterstützt dabei, das Wunschgewicht langfristig zu halten. Dafür müssen Sie nicht ins Fitnessstudio – schon kleine Schritte im Alltag machen einen Unterschied: Treppen statt Aufzug, Spielen mit den Kindern oder Spaziergänge mit dem Hund. Jeder Schritt zählt! Bewegung stärkt nicht nur den Stoffwechsel, sondern wirkt sich oft auch positiv auf die Stimmung aus.
Medikamentöse Behandlung bei Adipositas
Es bestehen Behandlungsmöglichkeiten mit verschiedenen Arzneimitteln. Diese können helfen, Ihr Zielgewicht zu erreichen und bei anhaltender Einnahme zu halten. Ärztinnen und Ärzte verschreiben sie Menschen mit Adipositas oder Menschen mit Übergewicht, bei denen gewichtsbedingte Begleiterkrankungen vorliegen.
Einige dieser Medikamente verringern den Appetit. Das kann eine Ernährungsumstellung erleichtern. Zusammen mit einer kalorienbewussten Ernährung und mehr Bewegung können Medikamente eine wirksame Unterstützung sein, um Gewicht zu verlieren und es zu halten. Der Lebensstill muss aber dauerhaft angepasst werden, da eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung für die Gesundheit wichtig sind.
Die Therapie mit Medikamenten kann aber auch zu Nebenwirkungen führen. Daher ist eine Therapie mit Medikamenten immer auch mit Risiken verbunden, weshalb eine Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zwingend notwendig ist.
Adipositaschirurgie
Bei der sogenannten bariatrischen oder metabolischen Chirurgie, wie Magenbypass oder Sleeve-Gastrektomie, wird der Verdauungstrakt durch eine Operation verändert, damit der Körper weniger Nahrung aufnehmen kann. Sie werden von erfahrenen Chirurginnen oder Chirurgen durchgeführt.
Diese Eingriffe sind nicht für alle Menschen mit Adipositas geeignet. Sie kommen nur infrage, wenn der BMI in einem bestimmten Bereich liegt und Folgeerkrankungen der Adipositas vorliegen. Sie dürfen nicht rein kosmetischen Zwecken dienen.
Bei bariatrischen oder metabolischen Operationen ist vorher eine gründliche Untersuchung nötig. Um die Risiken zu reduzieren, müssen Patient:innen nach der OP ihren Lebensstil dauerhaft anpassen. Dazu gehören eine Ernährungsumstellung und die regelmässige Einnahme von zusätzlichen Nährstoffen und Spurenelementen. Zusätzlich sind regelmässige medizinische Kontrollen erforderlich.
Wie bei allen Operationen können Nebenwirkungen oder Komplikationen auftreten.
Die oben bereitgestellten Informationen dienen lediglich der allgemeinen Orientierung und ersetzen nicht den Besuch bei einer qualifizierten medizinischen Fachkraft.
Ihr Weg zu Ihrem Zielgewicht
Der Weg zum Zielgewicht ist für Menschen mit Adipositas oft nicht leicht. Vieles wiederholt sich: abnehmen, wieder zunehmen, neu anfangen. Bleiben Sie am Ball und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Es ist völlig normal, vor diesem Gespräch nervös zu sein. Nehmen Sie sich deshalb Zeit und bereiten Sie es vor.
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